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By: edward

Ralf Jakob Götz (geb. 1. November 1913 in Chemnitz) war der Sohn von Georg Götz (12. April 1870 - 18. Dezember 1933 in Chemnitz) und Dina ‚Toni’ Götz-Eschwege (3. März 1873 in Bamberg - 5. November 1942 in Auschwitz). Bis zur ‚Arisierung’ des Kaufhauses Gebrüder Böhm in 1937 war er für dieses tätig. Während des Novemberpogroms 1938 wurde Ralf Götz in „Schutzhaft“ genommen und für einige Wochen in das KZ Buchenwald verschleppt. Seine ältere Schwester Gerda Götz (10. Oktober 1908 in Chemnitz - 28. August 2008 in New York) konnte kurz nach dem Novemberpogrom mit ihrem Ehemann, Ernst Freitag, nach New York emigrieren.

Im Februar 1939 gründete Ralf Götz zusammen mit Adolf Rosenfeld (7. November 1906 in Zolkiev, Polen - unbekannt), dem Bruder von Mally van Voolen-Rosenfeld (28. Oktober 1912 in Chemnitz - 3. September 1943, Auschwitz) einen Gewerbebetrieb, die Firma Rosenfeld & Götz, die die Fabrikation, den Großhandel und den Export von Textilien zum Unternehmensgegenstand hatte.

Dank seinem niederländischen Stiefvater Israël van Voolen konnten Ralf und seine Mutter Anfang 1940 ins holländische Exil fliehen. Seit der deutschen Besatzung der Niederlande im Mai 1940 wuchsen auch dort die judenfeindlichen Maßnahmen schnell.

Ralf konnte seinen Plan, weiter nach England auszuwandern, nicht mehr in die Tat umsetzen. Er musste in einem Versteck leben. Zuerst hatte er Unterschlupf in Hilversum, Egelantierstraat, gefunden. Sein letzter Wohnsitz war in Sittard, Limbrichstraat 14. Am 2. September 1943 wurde er verraten und in das Kamp Vught gebracht. Von dort wurde Rolf Götz am 19. Oktober 1943 in das Durchgangslager Westerbork verschleppt. Am selben Tag wurde er nach Auschwitz deportiert, wo er am 31. März 1944 ermordet wurde. Nach Kriegsende klärte Edith Gans, eine Freundin, Ralfs Schwester, Gerda Freitag-Götz und ihre Tochter Harriet, über dessen Schicksal auf.